Heimat ist ein warmes Wort. Da schwingt Geborgenheit mit, Zugehörigkeit, Verwurzelung.

Natürlich kann jeder für sich entscheiden, was er darunter versteht. Den Geburts- oder Wohnort, die Familie, eine andere Gemeinschaft. Oder das Utopia, an dem noch niemand war.

Fakt ist: Seit dem Zweiten Weltkrieg waren weltweit nicht mehr so viele Menschen ohne Heimat wie heute. Kriege und Krisen zwingen Millionen, ihre Häuser zu verlassen, ihr Land, ihre nächsten Angehörigen. Und anderswo viel weniger zu suchen, als sie hatten – eine sichere Bleibe. Ein Exil. Eben dadurch sehen sich auf der anderen Seite etliche bedroht. Glauben sich wappnen zu müssen gegen zuviel Fremde. Und auf einmal ist nicht viel Wärme übrig. Vielleicht leben wir im falschen Heimatfilm? Oder in zu engen Grenzen?

Für alle ist Heimat ein flüchtiger Ort.

Er kann sich wandeln. Er kann wechseln, viele Male. Er kann einem genommen werden, schneller als je gedacht. Auch davon erzählt unsere neue Produktion ALICE ON THE RUN.

Wir haben deshalb Münsteraner Bürgerinnen und Bürger gefragt, wie sie es halten – mit diesem schwer zu fassenden Begriff von Heimat.

Mir hat mal jemand gesagt: „Heimat ist ein Ort, an den ich nicht mehr zurück kann.“ 
Für mich ist Heimat ein Ort, an dem es mir leicht fällt so zu sein, wie ich bin und das zu tun, was mir gefällt.

Friedericke Schmelzer, 32 Jahre

Gastronomin

Heimat ist für mich der Ort, an dem sich meine Freunde befinden. Daheim bin ich, wo ich mich geborgen fühle, sicher und glücklich bin. Heimat bedeute für mich, stolz sein zu können von wo man herkommt.

Chicco Mbemba, 22 Jahre

Abiturient

Heimat bedeutet für mich einen Ort, an dem man sich wohl fühlt und sein kann, wie man ist ohne nachzudenken, wie man auf andere wirkt. Ein Ort, wo man sich also komplett fallen lassen kann und immer willkommen ist.

Rosalie Bettmer, 21 Jahre

Praktikantin

Heimat ist, wo man mich kennt und wo ich mich auskenne. Wo sich der Händler auch dann über mich freut, wenn ich in seinem Laden nichts kaufe, und ich in der Kneipe nichts bestellen muss, weil der Wirt weiß, was ich trinke. Wo ich keine Angst vorm Zahnarzt haben muss, weil ich ihn seit über 30 Jahren kenne. Und wo ich ohne Navi überall hin finde.

Adam Riese, 50 Jahre

Mathematiker und Entertainer

Heimat: Ein Ort, an dem ich in ein soziales Umfeld eingebunden bin, ein soziales Umfeld, das ich mag. Ein Ort, mit dem ich mich verbunden fühle, der mir persönlich etwas bedeutet und an dem ich mich grundsätzlich wohl fühle.

Martina Drerup, 31 Jahre

Lehrerin

Heimat ist, wo das Herz ist. Wo man sich geborgen fühlt. Wo man Freunde hat. Die Möglichkeit, sich und seine Talente, Wünsche zu entfalten und so seine Heimat mitzugestalten.

Shubangei Yogendra, 31 Jahre

Musikerin, Lehrerin und B-Side Aktivistin

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